Saisonale Akupunktur

 

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Herbstanfang

 

In der Chinesischen Medizin wird besonderen Wert auf die Stärkung des Körpers gelegt, um Krankheiten vorzubeugen.

 

Unser Körper wird in jeder Jahreszeit wieder auf neue Herausforderungen gestellt. Er muss sich den veränderten klimatischen Bedingungen anpassen und benötigt Kraft dazu.

 

 

Die saisonale Akupunktur wird 4 x jährlich, jeweils zu Beginn einer neuen Jahreszeit durchgeführt. Bei dieser Behandlung werden jene Energien gestärkt, welche in der entsprechenden Jahreszeit am aktivsten sind bzw. sein sollten.

 

Im Herbst sind dies die Organe und Funktionskreise der Lungen und des Dickdarms, welche zum Metall-Element gehören. Mit der saisonalen Akupunktur werden diese Organsysteme und das gesamte Immunsystem gestärkt.


Die Lehre der 5 Elemente nach Traditioneller Chinesischer Medizin

 

 

 

Die Lehre der 5 Elemente ist in der über 2000 Jahre alten Traditionellen Chinesischen Medizin aufgrund von Naturbeobachtungen entstanden. Die alten chinesischen Meister entdeckten, dass alles, was auf der Erde natürlich entstanden ist, einem bestimmten Element zugeordnet ist.

 

Jedes Individiuum kann einem dieser Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser) zugeordnet werden und ist von den andern abhängig. Aus Holz entsteht Feuer, auf Feuer Asche, aus Asche entsteht Erde, aus Erde Metall, welches in der Erde lagert und Wasser sammelt. Wasser lässt Bäume wachsen, damit wieder Holz entsteht. Und hier schliesst sich der Kreislauf wieder. Wird dieser Zyklus unterbrochen, ist auch das Verhältnis unter den Elementen gestört. Jedem dieser Elemente wird eine Jahreszeit, Organe, Sinnesfunktionen, Geschmack und eine Farbe zugeordnet. Aber auch Klima, Gerüche, Gewebe, Emotionen und Nahrungsmittel.

 

 

Herbst  -  das Metall-Element

 aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin

 

 

Ausscheidungsprozesse

 

Das Metall-Element repräsentiert die Energien des Herbstes. Wenn die Luft klarer und kühler wird, ziehen sich die Säfte der Pflanzen zurück in die Wurzeln, Blätter trocknen aus und fallen ab. Es ist eine nach innen und unten gerichtete, zusammenziehende Energie, ein Prozess der Austrocknung des ‚Überflüssigen‘. Die Hauptaufgabe des Metall-Elements ist daher des Trennen, Abgrenzen und Ausscheiden.

 

Die zugehörigen Körperorgane sind Lunge, Dickdarm, Haut und das Immunsystem. Die Lunge scheidet Kohlendioxid aus, der Dickdarm scheidet Stuhl aus und die Haut scheidet überflüssige Feuchtigkeit und Giftstoffe aus, während das Immunsystem negative Einflüsse, die in den Körper eingedrungen sind (z. B. Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten) eliminiert und ausscheidet.

 

 

Rückzug und Trockenheit

 

So wie die Natur den Rückzug antritt, so ziehen sich auch im menschlichen Organismus die Energien und Säfte zurück, oft hat man im Herbst intuitiv ein verstärktes Verlangen nach Ruhe und Schlaf. Wer den Sommer in vollen Zügen genossen hat, wird dieses Bedürfnis begrüssen. Die zunehmend dunkler werdenden Abende für gemütliches Beisammensein, erholsame Entspannung und mehr Schlaf zu nutzen, stärkt unsere Abwehrkraft – die Tatsache, dass aber jedes Jahr in dieser Zeit zunächst die erste Welle von Erkältungskrankheiten einsetzt, ist ein Zeichen dafür, dass viele Menschen darauf zu wenig Rücksicht nehmen.

 

Am Körper zeigt sich dieser Rückzug durch trockene Haut und Schleimhäute, durch trockenen Husten oder auch durch Verstopfung. Verstärkt sich die Trockenheit im Organismus, zum Beispiel durch Stress, trockene Heizungsluft oder übermässigen Konsum austrocknender Genussmittel wie Zigaretten, Kaffee und schwarzen Tee, werden Lunge, Dickdarm und Abwehrkraft in ihren Funktionen zusätzlich geschwächt.

 

Ernährung im Herbst nach den 5 Elementen

Scharfer Geschmack treibt die Kälte aus dem Körper und stärkt die Abwehrkraft

 

Den Rückzug von Energien und Säften erleben manche Menschen mit Anbruch der dunklen Jahreszeit als traurig oder deprimierend. Dem Metall-Element wird der scharfe Geschmack zugeordnet. Er bringt die Energie wieder nach oben. Wer also unter trüber Stimmung leidet, sollte anstatt zu Süssigkeiten zum Beispiel zu Chili oder scharfer Hühnersuppe greifen. Das zieht die Energie und die Stimmung förmlich nach oben. Zudem stärkt der scharfe Geschmack unsere Abwehrkraft, da er Schleim und Feuchtigkeit im Körper reduziert. Aus diesem Grund können wir im ersten Stadium einer Erkältung, also wenn Frösteln, Fliessschnupfen und Halsweh einsetzen, scharfe Getränke und Gewürze verwenden, zum Beispiel Ingwertee, Glühwein, Cayennepfeffer oder Zwiebeln. So werden die Poren geöffnet, man beginnt zu schwitzen und die Kälte wird wieder aus dem Körper vertrieben.

 

Trockene Gewürze haben eine besondere wärmende Wirkung und vertreiben Bakterien

 

Auch getrocknete und wärmende Gewürze wie zum Beispiel Thymian, Rosmarin, Oregano, Anis, Kardamom, Muskat, Nelke oder Zimt unterstützen unseren Körper in der Abwehr von Kälte und Feuchtigkeit. Scharfe, getrocknete Gewürze wie zum Beispiel Chili, Cayennepfeffer, Curry oder Ingwer sollten im Herbst ebenfalls in unseren Speiseplan integriert werden. Sie verhindern, dass sich unliebsame Bakterien in unserem Körper ausbreiten.

 

 

Weisse Gemüse wie Kohl oder Zwiebelgewächse stärken die Abwehrkräfte

 

Auch alle weissen Gemüse wie Sellerie, Blumenkohl, Schwarzwurzel, Rettich, Lauch, Zwiebeln oder Meerettich haben eine unterstützende Wirkung auf die Organe Lunge und Dickdarm. Zusammen mit kleinen Mengen scharfer Gewürze erleichtern sie uns den Übergang in den Herbst. Sie bieten uns einen idealen Schutz vor Erkältung, indem sie die Abwehrkraft stärken.

 

 

Mit Suppen und Säften gut genährt und gewärmt durch den Herbst

 

Die Ernährung im Herbst sollte also wärmend und kräftigend sein. Gut sind Suppen und Eintöpfe, denn sie liefern die notwendige Flüssigkeit, um der Trockenheit des Metall-Elements entgegen zu wirken. Die Säfte von Lunge und Dickdarm werden genährt, die Schleimhäute bleiben geschmeidig und feucht. Auch sanft befeuchtende Nahrungsmittel, wie zum Beispiel Äpfel und Birnen (als Saft oder Kompott) können unserem Körper unterstützen.

 

 

Ein warmes Frühstück als idealen Start in den Tag

 

Vollkornreis ist ein gutes Getreide, um die Metall-Organe zu nähren und vor Austrocknung zu bewahren. Er wirkt auch trockenem Husten und Verstopfung entgegen. Als warmer Brei ist er ein ideales und sehr bekömmliches Frühstück, das, wie auch Getreidebrei aus Haferflocken, Gerse oder Hirse, unsere Energie stärkt.

 

Wer oft unter Erkältungskrankheiten leidet, profitiert von einer Umstellung des Frühstücks, denn ein ‚herkömmliches‘ Frühstück, das zum Beispiel aus Müesli mit Milch oder Joghurt, Obst oder Konfibrot besteht, ist thermisch kalt, was zu Verschleimung und Kälte im Organismus führt.

 

Ein warmes Frühstück ist der ideale Start in den Tag. Unser Bauch – der ja auch unsere Energiezentrale ist – wird aufgewärmt, die ganzen Stoffwechselvorgänge in unserem Körper arbeiten optimal und unser Körper ist bereit für die neuen Herausforderungen.

 

 

Gesund und ausgeglichen durch den Herbst mit der passenden Ernährung nach TCM

 

Der Herbst erinnert uns daran, dass wir in den bevorstehenden Monaten anpassungsfähig sein müssen. Es ist die Zeit, um Geist und Energie zu sammeln, alles Unnötige loszulassen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das sich äusserlich wandelnde Klima findet in unserer Ernährung Berücksichtigung durch entsprechend wärmende und kräftigende Kost, so dass wir auch in dieser Jahreszeit unser inneres Gleichgewicht und unsere Gesundheit schützen und bewahren können.

 

 

Empfohlene Lebensmittel für den Herbst

 

 

Gemüse

Obst

Getreide

Fleisch / Fisch

Kräuter

Gewürze

Tee

Fenchel

Äpfel

Hafer

Rindfleisch

Rosmarin

Pfeffer

Ingwer

Kohlrabi

Birnen

Vollkornreis

Lammfleisch

Thymian

Chili

Zimtrinde

Kohl

Pfirsich

Süssreis

Wildfleisch

Oregano

Paprika

Thymian

Sellerie

Dörrfrüchte:

Gerste

Forelle

Maggikraut

Curry

Eisenkraut

Karotten

Rosinen

Quinoa

Lachs

Majoran

Muskat

 

Lauch

Datteln

Mais

 

Salbei

Nelken

 

Rettich

Feigen

Roggen

 

Bohnenkraut

Kümmel

 

Schwarzwurzel

 

Buchweizen

 

Oregano

 

 

Randen

 

 

 

Basilikum

 

 

Zwiebeln

 

 

 

 

 

 

Meerettich

 

 

 

 

 

 

Pilze

 

 

 

 

 

 

 


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